Mallorca – Freitagswanderung


12. Juni 2015

Cabrera- Wanderfahrt; El primero

Category: Wanderungen – Rolf – 19:26

Am 2 Juli ist ein Picnic bei Rolf in Betlem vorgesehen und eine Wanderung mit Sonnenuntergang. Bitte für die Planung bei Elisabeth anmelden!!!

Freitagswanderung 11 bis 12.06.2015
Eigentlich hatte sie schon eher angefangen … die VORFREUDE … auf unsere erste Wanderfahrt. Bei unserer Besprechung „Wer – Was – Wo und Wann mitbringt, organisiert und regelt“, am Freitag den 5.6.2015, auf der Plaza de Orient in Capdepera.  Ein aufgeregtes Geschnabbel wie in den Zeiten, als wir noch Kinder und viele Jahre jünger waren. Trotzdem …, das sei schon jetzt verraten, es hat alles bestens geklappt. Von der Buchung, über das Würstchen, bis zum Bier. Nur unsere Vorräte an Wein hätten etwas großzügiger ausfallen können …, aber darauf kommen wir noch später zurück.
Trotzdem …,mit den besten Wünschen unserer „Wandermutter“ , wir sollen auf uns achtgeben, gingen wir schließlich auseinander.

Wir, das waren fünf taffe Mädels und fünf stramme Jungen. Die sich, gut eine Woche später, zur früher Zeit und am Donnerstag in Sant Llorenc zur Abfahrt  trafen. Mit vollgepackten „Coches“ (das Gepäck hätte auch für einen Aufenthalt von 7 Tagen gereicht), mit bester Laune und voller Tatendrang.
Nach einem mallorquinischen „Bussi, Bussi“, ging es los. Richtung  Colònia de St. Jordi. Um schon bald im Hafen des kleinen Ortes anzukommen. Nach einem kurzen Frühkaffee in der Hafenbar nahmen wir unser Boot in Augenschein. Warteten geduldig vor einer weißen und schnittigen Jacht, um letzten Endes in ein blaues, eher behäbig wirkendes Boot zu steigen. Doch es sollte sich durchaus als seetüchtig erweisen. Was auch bei 2,50 Meter Wellenhöhe und böigem Wind angebracht war. Dennoch …, selbst die ausgesprochenen Landratten unter uns überlebten die Überfahrt  ohne … na, ihr wisst schon. Nach schaukeligen 45 Minuten hatten wir es geschafft und liefen in die romantisch und zugleich wild aussehende Bucht der Insel ein. Vorbei an dem gut erhaltenen Castillo, welches hoch auf dem Berg mit Zinnen und spanischer Flagge freundlich grüßte.
An Land angekommen ging es ebenso freundlich weiter.
Nach kurzer Registrierung durch die dortige Organisation, in Gestalt einer netten Senorita, durften wir uns zu unserem Quartier begeben. Über einen Schotterweg, am Meer entlang, aber ohne Gepäck. Das wurde uns netterweise gebracht.
Schon der erste Eindruck der Insel ließ unsere Wanderherzen höherschlagen. Ein Wandergebiet  von bester Qualität. Sanfte Hügel, schroffe Klippen in allen Farben und Formen.
Aber zunächst galt es das Quartier einzunehmen.
In flachen Gebäuden (ehemalige Unterkünfte der Inselsoldaten) aber mit durchaus ansprechender Ausstattung. Je zwei Personen mit eigenem Bad und WC. Dazu eine separate  Cantina für unsere „Marschverpflegung“ mit Kühlschrank und einem gemütlichen Platz mit Meerblick.
Doch als Erstes wollten wir wandern.
Zogen unsere Stiefel an und liefen los: An dem geschichtsträchtigen Soldatenfriedhof vorbei und Richtung Leuchtturm. Über einen gut zu laufenden Wanderweg, mal auf mal ab. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die uns mit seiner Vielfalt an jeder Kehre neu überraschte. Obwohl uns das sehr schwüle und zum Teil extrem heiße Wetter zu schaffen machte, erreichten wir unser Ziel. Genossen die Aussicht, bewunderten die vielen kleinen Inselchen um uns herum und waren nach vier Stunden wieder zurück. Was jetzt kam lag auf der Hand: Ab ins Meer. Schließlich lag es nur einen Steinwurf von unserem Quartier entfernt.
So abgekühlt ging an die Vorbereitung zum abendlichen Dinner. Natürlich unter freiem Himmel und an einem großen Tisch. Und was soll ich sagen: Die Mädels hatten alles ganz toll vorbereitet. Es fehlte uns an nichts. Vom gegrillten Würstchen bis zum Cous-Cous-Salat war alles da. Selbst den Senf hatten sie nicht vergessen.
So gestärkt ließ es sich gut leben, reden, lachen, spielen und … trinken ( siehe Fotos!). Gegen 23 Uhr hieß es „Licht aus!“ Schließlich wohnten wir ja in den Unterkünften von Soldaten. Unter uns: Der Wein war alle und Bier gab es auch nicht mehr.
Was letzten Endes auch gut war.
Nach einer ruhigen, wenn auch leicht  windigen Nacht, trafen sich alle putzmunter zum Frühstück. Wieder konnten wir uns über die Verpflegung nicht beklagen. Nur die Eier fehlten. Der Versuch ein Dutzend Huevos im Dorf aufzutreiben, ging leider schief.
Aber was soll`s. Wir waren dennoch stark genug, um zu einer weiteren Wanderung aufzubrechen. Zum Castillo, oberhalb des Hafens. Ein lohnenswertes Ziel. Nicht allzu weit, aber schön anzusehen.
Der Rest ist schnell erzählt.
Nach einer weiteren Pause in der einzigen aber durchaus putzigen Bar im Hafen, hieß es gegen Mittag, wieder die Rucksäcke packen. Sie bei größter Hitze zum Hafen zu schleppen und auf das Schiff zu warten. Was auch dieses Mal pünktlich war. Gegen 14Uhr30 hieß es Abschied nehmen von Cabrera. Bei strahlendem Sonnenschein und grünblauem und dieses Mal friedlichem Meer. So friedlich, dass der Schiffführer sich die Zeit nahm, um  mit uns in die „Blaue Grotte“ zu fahren, die praktisch auf unseren Heimweg lag.
Ein nettes Abschiedsgeschenk und ein weiterer Punkt, die kleine Insel, nach einer gelungenen Wanderfahrt,  in guter Erinnerung zu halten.

Mit freundlichen Grüßen     Euer Chronist Rolf

PS. Nicht zu vergessen: Danke an Elisabeth und alle anderen für die tolle Organisation.

2015-06-12 Cabrera

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