Mallorca – Freitagswanderung


11. März 2011

Landwirtschaft – es Fangar

Category: Wanderungen – Folke – 20:13

Freitagswanderung 11.03.2011

Zu bekannter Zeit trafen sich 12 Wanderfreunde in Artà. Es ging sofort in Richtung Manacor und von dort in das abgelegene Dorf „Son Macià“.

Ziel unserer Wanderung war das Gelände der Finca es Fangar.  Hier wird Landwirtschaft betrieben, die gepflegt und sauber aussieht. Wie ein Wohnzimmer ist jedes Feld bearbeitet. Man spürt, dass hier viel Geld investiert wird und der Nutzen noch in zukünftigen Visionen liegt.

Ein Herr Eisenmann zeigt dafür Verantwortung. Das Gelände soll 4000 Quarterada umfassen. (1 Quarterada=7,103 m²) Ich glaube wir sind jeden Meter abgelaufen ;-). Es wird zur Zeit viele an den Weinplanzungen gearbeitet. Der erste Ertrag, in zwei Jahren soll sich dann verflüssigen. Das sind „Mundinformationen“ …. mehr sicher bei Google.

Die Wanderung war sehr schön und sicher werden wir dieses Gebiet noch weiter erkunden. In Richtung Cala Murada sind noch weitverzweigte Wirtschaftswege.

Recherche vor Ort von Elisabeth

hier noch einige informationen zur finca es fangar.nachdem ich zwei arbeiter, die auf der finca gearbeitet haben, befragt habe,ob sie uns einige informationen zur finca geben könnten, und nur nichtssagende antworten bekommen habe ,fragte ich in son massia ,nach bewährtem rezept  ,zwei opas in einer typischen mallorquinischen kneipe .die opas haben so wie so nichts anderes zu tun,als über andere leute zu reden.
die jetzigen besitzer,eine familie eisenmann hat die finca von einem mann aus felanitx gekauft.dieser mann hatte durch geschickte heiratspolitik das ca 4000 cuadradas ,das entspricht ungefähr ein  2860 ha  grosse gelände ,in seinen besitz gebracht,indem er beide schwestern ,denen das land gehörte, geheiratet hat.

wie wir feststellen konnten,hat der jetzige besitzer herr eisenmann eine landwirtschaft vom feinsten gemacht. so viel ordnung und accuratesse ist auf mallorca völlig untypisch. die herren aus der bar wussten noch zu berichten,daß  der  eigentümer jeden tag eine enorme summe in die finca investiert,  ohne jemals einen gewinn gemacht zu haben.
wir sahen riesige weinfelder.der wein wird in etwa 2jahren auf den markt kommen. die besagten opas meinten ,daß auch ein riesiges agroturismohotel entstünde.wir haben die großbaustelle von weitem sehen können.
wie schön, daß es leute gibt, die landwirtschaft auf so hohem niveau beteiben können, ohne davon leben zu müssen.

als eigentümer der finca hat herr eisenmann -nach deutscher manier- einen zaun rund um die finca ziehen lassen und damit allen leuten den zugang verwehrt.die mallorquiner sind aber der ansicht,daß das land ihnen gehört und man ihnen auf keinen fall die wanderwege sperren darf. es gab heftige bürgerproteste und demonstrationen am ende sogar ein gerichtsverfahren.
seit kurzem ist die finca es fangar wieder fürs publicum freigegeben,allerdings nur auf den mit gelben pfeilen ausgewiesenen wegen.insbesamt drei einlasstore gibt es. diese sind aber nicht gekennzeichnet.auch fehlen entfernungsangaben.
das alles zeigt daß wanderer und radfahrer ungeliebt, allenfalls geduldet sind.

übrigens erfuhr ich auch noch, daß frau eisenmann jeden sonntag in die messe in die dorfkirche geht. sie scheint eine grosse verehrerin der jungfrau maria zu sein ,auf der finca gab es in regelmäßigen abständen keramikkreuze mit phrasen aus dem marien rosenkranzgebet.-die ihren sohn im tempel verlohren hat- ,als er nämlich mit den pharisäern über religiöse fragen diskutierte.usw . nach angestrengten überlegungen,fiel mir   auch das ave maria  wieder ein.

letztendlich kann man sagen ,dass diese wanderung, obwohl unspectakulär,doch sehr interessant war.

Bilder der Wanderung

Son Macià
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